Preisträger 2009
Promotionspreis der DGA für Dr. Philipp Fischer
Die Deutsche Gesellschaft für Angiologie vergab in diesem Jahr ihren Promotionspreis an Dr. Philipp Fischer von der Medizinischen Hochschule Hannover. Prof. Dr. Karl-Ludwig Schulte, diesjähriger Kongresspräsident und Präsident der DGA, überreichte den mit 2.500 Euro dotierten Preis im Rahmen der Eröffnungsfeier der 38. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie in Berlin. Der Preisträger wurde für seine Arbeit „Inhibition of inflammatory vasculopathic processes by Interleukin-1 receptor antagonist-transduced Endothelial Progenitor Cells“ ausgezeichnet. Die Dissertation kommt zu dem Ergebnis, dass aus Stammzellen des Nabelschnurbluts zuverlässig Endothelzellen differenziert und diese in für die klinische Anwendung relevanten Mengen expandiert werden können. Die Endothelzellen können mit dem Transgen Interleukin-1 Rezeptorantagonist (IL-1ra) genetisch so modifiziert werden, dass sie in der Lage sind, relevante Pathomechanismen entzündlicher Gefäßkrankheiten wie z.B. der Atherosklerose zu hemmen.
Die Dissertation entstand im Rahmen einer Kooperation der Kliniken für Kardiologie und Hämatologie an der Technischen Universität München, Klinikum rechts der Isar. Doktorvater ist Prof. Dr. Robert Oostendorp aus dem Labor für Stammzellphysiologie des Klinikums rechts der Isar.
Der Preis wird von der DGA seit 1987 jedes Jahr für eine herausragende Doktorarbeit verliehen.
Schwarz-Monheim-Preis für Dr. Bendorf und Dr. Schwedhelm
Der Schwarz-Monheim-Preis der Deutschen Gesellschaft für Angiologie, gestiftet durch die SCHWARZ PHARMA Deutschland GmbH, ging in diesem Jahr an Dr. med. Ralf A. Benndorf und Dr. rer. nat. Edzard Schwedhelm. Er ist mit 10.000 Euro dotiert.
Der Titel der Arbeit: “Isoprostanes Inhibit Vascular Endothelial Growth Factor-Induced Endothelial Cell Migration, Tube Formation and Cardiac Vessel Sprouting In Vitro, As Well As Angiogenesis In Vivo via Activation of the Thromboxane A2 Receptor”. Die beiden Wissenschaftler arbeiteten dafür zusammen am Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
Dr. Ralf Benndorf und Dr. Edzard Schwedhelm konnten in Ihrer Arbeit zeigen, dass Isoprostane - das sind oxidierte Blutfette - über die Aktivierung des Thromboxan-Rezeptors die Neubildung von Gefäßen hemmen. Ihre Arbeit trägt zum Verständnis der häufig gestörten Gefäßneubildung bei kardiovaskulären Hochrisikopatienten bei und zeigt neue Ansatzpunkte zur therapeutischen Intervention bei diesen Patienten auf.


